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22. Juli 2018 – 05. Mai 2019 | Sonderausstellung im „Alten Rathaus“ in Bollschweil
„Burg und Bergbau am Birkenberg bei Bollschweil-St. Ulrich“

Durch den glücklichen Umstand, dass am Birkenberg nach dem mittelalterlichen Bergbau zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert keine jüngeren Bergbauaktivitäten stattgefunden haben, ist hier ein herausragendes Denkmal mittelalterlicher Kultur und Technikgeschichte im Schwarzwald erhalten. Im Herbst 2016 konnte die Sanierung der Birchiburg im mittelalterlichen Bergbaurevier am Birkenberg bei Bollschweil-St-Ulrich abgeschlossen werden.  Aus diesem Anlass werden in der Sonderausstellung im Alten Rathaus in Bollschweil erstmals die herausragenden Funde und Befunde des Bergbaureviers mit seiner Burg einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt, die bei den Ausgrabungen des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität Freiburg von 1987 bis 2004 entdeckt wurden. In der Ausstellung sind neben den gefundenen Werkzeugen der Bergleute auch die Pochsteine und Erzmühlen zur Weiterverarbeitung der Silbererze sowie die Ausstattung der Wohnhäuser der Bergleute und die Funde aus der Birchiburg ausgestellt. Von der Birchiburg sind neben den Waffen der Burgbewohner und Bauteile gotischer Burgfenster auch der Hausrat aus der Burgküche in einem Nachbau einer mittelalterlichen Stollentruhe zu sehen. Eine begehbare Rekonstruktion eines mittelalterlichen Bergwerksstollens vom Birkenberg lässt den Besucher in die enge und dunkle Welt mittelalterlicher Bergleute eintauchen. Außerdem werden in der Kinoecke Dokumentarfilme von den Ausgrabungen und Forschungen zum Bergbau im Schwarzwald und am Birkenberg gezeigt.

 

Altes Rathaus, Leimbachweg 2, 79283 Bollschweil

Öffnungszeiten jeden 1. Freitag und jeden 3. Sonntag im Monat 15:00 – 17:00 Uhr

Eintritt frei

 

Flyer Birchiburg Ausstellung (PDF)


Führungen in der Sonderausstellung im „Alten Rathaus“ in Bollschweil
„Burg und Bergbau am Birkenberg bei Bollschweil-St. Ulrich“

Sonntag 22. Juli 2018, Ausstellungseröffnung 11:00 Uhr, Führung: Dr. Christel Bücker

Sonntag 16. September 2018, 15:00 Uhr, Führung: Dr. Casimir Bumiller

Sonntag 21. Oktober 2018, 15:00 Uhr, Führung: Christiane Leuther

Sonntag 18. November 2018, 15:00 Uhr, Führung: Prof. Dr. Heiko Steuer

Sonntag 16. Dezember 2018, 15:00 Uhr, Führung: Dr. Casimir Bumiller

Sonntag 20. Januar 2019, 15:00 Uhr, Führung: Dr. Christel Bücker

Sonntag 17. Februar 2019, 15:00 Uhr, Führung: Dr. Heinz Krieg

Sonntag 17. März 2019, 15:00 Uhr, Führung: Prof. Dr. Heiko Steuer

Sonntag 05. Mai 2019, 15:00 Uhr, Führung: Dr. Christel Bücker & Dr. Casimir Bumiller
(Finisage in der Sonderausstellung)

Gruppenführungen in der Sonderausstellung und am Bergbau-Lehrpfad Birkenberg in Bollschweil-St. Ulrich sind jederzeit möglich.
Anmeldung bei Dr. Casimir Bumiller, Freundeskreis Birchiburg e. V., Tel.: 07633 / 801939, E-Mail: info@birchiburg.de


Führungen im Bergbaurevier am Birkenberg, Bollschweil-St. Ulrich
„Burg und Bergbau am Birkenberg bei Bollschweil-St. Ulrich“

Der 1,6 km lange Lehrpfad vermittelt einen Eindruck von der Lebens- und Schaffenswelt der mittelalterlichen Bergleute, an dessen Ende die Ruine der Birchiburg von einer Aussichtsplattform gut zu überblicken ist.
Treffpunkt: Parkplatz am Birkenberg Lehrpfad in Bollschweil-St. Ulrich. Dauer ca. 2 Stunden, festes Schuhwerk erforderlich. Teilnahmegebühr: 5.- Euro, Kinder bis 16 frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Sonntag, 22. Juli 2018, 15:00 Uhr: Dr. Casimir Bumiller

Samstag, 11. August 2018, 15:00 Uhr: Christiane Leuther

Sonntag, 9. September 2018, 15:00 u. 16:00 Uhr: Dr. Casimir Bumiller / Christiane Leuther
(Tag des offenen Denkmals)

Samstag, 13. Oktober 2018, 15:00 Uhr: Dr. Casimir Bumiller

Sonntag, 11. November 2018, 15:00 Uhr: Dr. Christel Bücker

Samstag, 9. März 2019, 15:00 Uhr: Dr. Christel Bücker

Sonntag, 14. April 2019, 15:00 Uhr: Dr. Casimir Bumiller

Samstag, 11. Mai 2019, 15:00 Uhr: Christiane Leuther


Mittwoch, 6. Juni 2018, 20:00 Uhr
Vortrag in Bollschweil im Gasthaus bolando (Nebenzimmer)

Prof. Dr. Thomas Zotz

Von den Grafen von Nimburg zu den Zähringern: Streiflichter der Geschichte von St. Ulrich im hohen Mittelalter

Das diesjährige Gedenken an den 1218 verstorbenen letzten Zähringer Herzog Bertold V. gibt Anlass, nach der Beziehung zwischen dem Kloster St. Ulrich im Möhlintal und den Zähringern zu fragen. Bereits in der mehrstufigen Gründungsgeschichte der Mönchsniederlassung im späten 11. Jahrhundert kamen Herzog Bertold I. von Kärnten und sein Sohn Bertold II. ins Spiel, wobei die Vogtei, der weltliche Schutz des Klosters, damals in die Hände der Grafen von Nimburg kam. Für sie bildete St. Ulrich zusammen mit dem benachbarten Frauenkonvent in Sölden ein wichtiges Element ihrer Herrschaft. Als die Nimburger um 1200 diese Herrschaft aufgaben, bemühte sich Herzog Bertold V. erfolgreich um die Vogteien über St. Ulrich und Sölden, mit denen er den Kernbereich seiner Herrschaft im Breisgau abrunden konnte.

Prof. Dr. Thomas Zotz ist emeritierter Professor der Universität Freiburg und früherer Leiter des Historischen Seminars Abteilung Landesgeschichte. Er ist langjähriges Vorstandsmitglied im Freundeskreis Birchiburg und als Autor eines aktuellen Buches über „Die Zähringer“ profunder Kenner der Materie.


Mittwoch, 16. Mai 2018, 19:30 Uhr
Vortrag im Litschgikeller, 79189 Bad Krozingen, Basler Straße 10 – 12

Dr. Thomas Ludemann, Freiburg
Jede Menge Kohle für Bergbau und Wissenschaft – Holzkohle-Rückstände als Informationsquelle zur historischen Waldnutzung und Umweltgeschichte

Für den historischen Bergbau und die Archäometallurgie war die Verfügbarkeit und Verwendung von Holz und Holzkohle unverzichtbar. Mit der Analyse von Rückständen derartiger Holznutzungen beschäftigt sich die Anthrakologie (Wissenschaft von der Holzkohle). Es lassen sich damit raumzeitlich differenzierte Aussagen ableiten: zum verwendeten Holz und zu den historischen Waldbeständen, zum Einfluss des Menschen in den Wäldern sowie zu möglichen Selektions- und Degradationsprozessen in der Landschaft – letzteres insbesondere unter Einbeziehung von vegetationskundlichen und waldökologischen Erkenntnissen und „Erwartungswerten“. Vorgestellt werden anthrakologische Ergebnisse aus mittelalterlichen Bergbaurevieren des Südwest-Schwarzwaldes, insbesondere aus den Gebieten Schauinsland mit St. Ulrich-Birkenberg und Sulzburg/Sulzbachtal, und daran wiederum allgemeinere Entwicklungstendenzen aus waldgeschichtlicher und vegetationsökologischer Sicht eines Biologen aufgezeigt.


Sonntag, 10. September 2017, 15:00-17:00 Uhr – Tag des Offenen Denkmals
Familienführung mit Grillen am mittelalterlichen Bergbaulehrpfad bei Bollschweil-St. Ulrich

Für große und kleine Entdecker werden am Sonntag, den 10. September, zum Tag des offenen Denkmals, ab 15:00 Uhr stündlich oder nach Bedarf Führungen durch das mittelalterliche Bergbaurevier am Birkenberg bei Bollschweil-St. Ulrich angeboten. Mit Casimir Bumiller, Christiane Leuther und Christel Bücker kann man auf dem 1,6 km langen Lehrpfad die beeindruckenden Relikte der hier vor 800 Jahren mit ihren Familien lebenden Bergleute entdecken und viele spannende Geschichten rund um den Bergbau im Mittelalter erfahren. Bei der Wanderung am Birkenberg sind neben der Ruine Birchiburg auch mehrere Stollen und Schächte des Silberbergbaus, ein tiefer schluchtartiger Verhau mit einer Radstube und die Wohnterrassen und Schmiedeplätze der Bergleute zu entdecken. Zur Stärkung werden nach der Wanderung diesmal auch Grillwurst und Getränke angeboten.

Treffpunkt: Schutzhütte beim Bergbaulehrpfad am Birkenberg. Anfahrt: Straße Bollschweil Richtung St. Ulrich K4956, nach ca. 2 km ist der Parkplatz Birkenberglehrpfad auf der linken Seite, von dort ist der Weg zum Lehrpfad und zur Schutzhütte ausgeschildert. Dauer der Führung: ca. 1 Stunde, festes Schuhwerk erforderlich. Eintritt frei!


Donnerstag, 21. September 2017, 20:00 Uhr
Vortrag im Bürgersaal der Gemeinde Bollschweil, Rathaus

Dr. Heinz Krieg, Freiburg
Das Möhlintal und die Ersterwähnung des Schwarzwalds

Am 2. April 866 (?) tauschte ein Grundbesitzer namens Toto Ackerland in Wittnau und einen Weinberg in Au gegen den Besitz des Klosters St. Gallen im Möhlintal, den die Mönche, ausgehend von einer „cella“ urbar gemacht hatten. Diese „cella“ ist die Keimzelle des späteren Klosters St. Ulrich. Für Bollschweil ist diese Urkunde von höchstem Interesse, weil darin nicht nur erstmals das heutige Gemeindegebiet am Oberlauf der Möhlin angesprochen, sondern in diesem Zusammenhang auch zum ersten Mal der Gebirgsname „Schwarzwald“ erwähnt wird.

Dr. Heinz Krieg von der Universität Freiburg, Geschäftsführer des Freundeskreises Birchiburg, wird nach dem Aussagewert der Urkunde für die Geschichte unseres Raumes fragen, das historische Umfeld ihrer Entstehung näher beleuchten und dabei auch den Blick auf das Problem der Datierung St. Galler Urkunden richten.



Mittwoch, 15. März 2017, 19.30 Uhr
Vortrag im Litschgikeller, 79189 Bad Krozingen, Basler Straße 10 – 12

Dr. Casimir Bumiller, Bollschweil
Die Birchiburg im Schlatter Wald und der mittelalterliche Silberbergbau am Birkenberg bei Bollschweil

Die Bergbaureviere am Schauinslandmassiv und am Belchen (Teufelsgrund) sind hinlänglich bekannt. Weniger bekannt ist der Silberbergbau im oberen Möhlintal bei Bollschweil, weil dieser bereits im 15. Jahrhundert zum Erliegen kam. Die archäologisch ermittelten Spuren des Reviers am Birkenberg einschließlich einem begehbaren Stollen hat der Freundeskreis Birchiburg der Öffentlichkeit 2004 in einem Lehrpfad zugänglich gemacht. Die mitten im Revier gelegene Birchiburg ist ebenfalls archäologisch untersucht, ihre oberflächig erhaltenen Mauern wurden 2016 saniert und sichtbar gemacht. Der Vortrag über das heute auf Bad Krozinger Grund gelegene Bergbaurevier führt allgemeinverständlich in den mittelalterlichen Silberbergbau im Südschwarzwald ein.


Samstag, 25. März 2017, 14.00 Uhr
Exkursion zum Bergbaurevier Birkenberg

Leitung: Dr. Casimir Bumiller & Dr. Christel Bücker
Exkursion zum mittelalterlichen Bergbaurevier Birkenberg, Bollschweil-St. Ulrich

Ein 1,6 km langer Lehrpfad vermittelt einen Eindruck von der Lebens- und Schaffenswelt der mittelalterlichen Bergleute, an dessen Ende die Ruine der Birchiburg von einer Aussichtsplattform gut zu überblicken ist.

Treffpunkt: 14.00 Uhr, Parkplatz am Birkenberg Lehrpfad in Bollschweil-St. Ulrich. Dauer: ca. 3 Stunden, festes Schuhwerk ist erforderlich. Kosten für die Führung 5.- Euro.

Anmeldung im Kulturamt Bad Krozingen, Tel.: 07633 / 407-174.