Aktuelles

 

Ausstellung im „Alten Rathaus“ in Bollschweil

„Burg und Bergbau am Birkenberg bei Bollschweil-St. Ulrich“

Aufgrund des anhaltenden regen Interesses von Besuchern aus Nah und Fern haben sich die Gemeinde Bollschweil und der Freundeskreis Birchiburg e.V. nach der Winterpause entschlossen, die Funde aus dem mittelalterlichen Bergbaurevier am Birkenberg und von der Birchiburg auch in diesem Jahr wieder im Alten Rathaus in Bollschweil zu zeigen. In der Ausstellung erfährt man Vieles über die Forschungen und Entdeckungen, die bei den Ausgrabungen im Rahmen des Bergbauprojektes der Universität Freiburg von 1987 bis 2004 gemacht wurden, und über die Funde aus den Ausgrabungen wie z.B. Werkzeuge, Pochsteine und Erzmühlen sowie der Hausrat der Bergleute mit ihren Familien und der Burgbewohner.

Die Ausstellung ist aufgrund der Corona-Pandemie momentan geschlossen!

 

Führungen in der Ausstellung im „Alten Rathaus“ in Bollschweil 2020

Führungen finden in kleinen Gruppen unter Beachtung der üblichen Abstands- und Hygieneregeln statt.

Sonntag, 19. Juli 2020, 15 Uhr: Ch. Bücker

Sonntag, 20. September 2020, 15 Uhr: C. Bumiller

Sonntag, 18. Oktober 2020, 15 Uhr: H. Krieg

Sonntag, 15. November 2020, 15 Uhr: C. Bumiller (Entfällt)

Dezember bis Februar: keine Führung

 

 

Altes Rathaus, Leimbachweg 2, 79283 Bollschweil

Öffnungszeiten: März bis November jeden 1. Freitag und jeden 3. Sonntag im Monat 15:00 – 17:00 Uhr

Eintritt frei

 

Flyer Birchiburg Ausstellung (PDF)


Der Lehrpfad am Birkenberg

Übrigens: Der 1,6 km lange Lehrpfad am Birkenberg um die Ruine Birchiburg eignet sich gerade in Zeiten von Corona abseits der großen Wanderwege besonders gut zur Selbsterkundung. Der durch Tafeln geführte Lehrpfad führt zu einzigartigen Spuren des mittelalterlichen Bergbaus, zu Stollen und Schächten des Silberbergbaus, zu einem schluchtartigen Verhau mit einer Radstube und zu den Wohnterrassen und Schmiedeplätzen der Bergleute.

Ausgangspunkt: Parkplatz Bergbaulehrpfad am Birkenberg

Anfahrt: Straße Bollschweil Richtung St. Ulrich K4956, nach ca. 2 km Parkplatz auf der linken Seite.

 

Führungen im Bergbaurevier am Birkenberg, Bollschweil-St. Ulrich 2020

Treffpunkt: Parkplatz am Birkenberg Lehrpfad in Bollschweil-St. Ulrich. Dauer ca. 2 Stunden, festes Schuhwerk erforderlich. Teilnahmegebühr: 5.- Euro, Kinder bis 16 frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Samstag, 6. Juni 2020, 15:00 Uhr: H. Krieg

Sonntag, 5. Juli 2020, 15:00 Uhr: Ch. Bücker

Samstag 8. August 2020, 15:00 Uhr: Ch. Bücker

Samstag, 5. September 2020, 15:00 Uhr: Ch. Bücker, M. Hoeper, H. Krieg. Ch. Leuther

Sonntag, 4. Oktober 2020, 15:00 Uhr: Ch. Bücker

 

Flyer Birkenberg Lehrpfad (PDF)


 

Mittwoch, 6. Juni 2018, 20:00 Uhr
Vortrag in Bollschweil im Gasthaus bolando (Nebenzimmer)

Prof. Dr. Thomas Zotz

Von den Grafen von Nimburg zu den Zähringern: Streiflichter der Geschichte von St. Ulrich im hohen Mittelalter

Das diesjährige Gedenken an den 1218 verstorbenen letzten Zähringer Herzog Bertold V. gibt Anlass, nach der Beziehung zwischen dem Kloster St. Ulrich im Möhlintal und den Zähringern zu fragen. Bereits in der mehrstufigen Gründungsgeschichte der Mönchsniederlassung im späten 11. Jahrhundert kamen Herzog Bertold I. von Kärnten und sein Sohn Bertold II. ins Spiel, wobei die Vogtei, der weltliche Schutz des Klosters, damals in die Hände der Grafen von Nimburg kam. Für sie bildete St. Ulrich zusammen mit dem benachbarten Frauenkonvent in Sölden ein wichtiges Element ihrer Herrschaft. Als die Nimburger um 1200 diese Herrschaft aufgaben, bemühte sich Herzog Bertold V. erfolgreich um die Vogteien über St. Ulrich und Sölden, mit denen er den Kernbereich seiner Herrschaft im Breisgau abrunden konnte.

Prof. Dr. Thomas Zotz ist emeritierter Professor der Universität Freiburg und früherer Leiter des Historischen Seminars Abteilung Landesgeschichte. Er ist langjähriges Vorstandsmitglied im Freundeskreis Birchiburg und als Autor eines aktuellen Buches über „Die Zähringer“ profunder Kenner der Materie.


Mittwoch, 16. Mai 2018, 19:30 Uhr
Vortrag im Litschgikeller, 79189 Bad Krozingen, Basler Straße 10 – 12

Dr. Thomas Ludemann, Freiburg
Jede Menge Kohle für Bergbau und Wissenschaft – Holzkohle-Rückstände als Informationsquelle zur historischen Waldnutzung und Umweltgeschichte

Für den historischen Bergbau und die Archäometallurgie war die Verfügbarkeit und Verwendung von Holz und Holzkohle unverzichtbar. Mit der Analyse von Rückständen derartiger Holznutzungen beschäftigt sich die Anthrakologie (Wissenschaft von der Holzkohle). Es lassen sich damit raumzeitlich differenzierte Aussagen ableiten: zum verwendeten Holz und zu den historischen Waldbeständen, zum Einfluss des Menschen in den Wäldern sowie zu möglichen Selektions- und Degradationsprozessen in der Landschaft – letzteres insbesondere unter Einbeziehung von vegetationskundlichen und waldökologischen Erkenntnissen und „Erwartungswerten“. Vorgestellt werden anthrakologische Ergebnisse aus mittelalterlichen Bergbaurevieren des Südwest-Schwarzwaldes, insbesondere aus den Gebieten Schauinsland mit St. Ulrich-Birkenberg und Sulzburg/Sulzbachtal, und daran wiederum allgemeinere Entwicklungstendenzen aus waldgeschichtlicher und vegetationsökologischer Sicht eines Biologen aufgezeigt.


Sonntag, 10. September 2017, 15:00-17:00 Uhr – Tag des Offenen Denkmals
Familienführung mit Grillen am mittelalterlichen Bergbaulehrpfad bei Bollschweil-St. Ulrich

Für große und kleine Entdecker werden am Sonntag, den 10. September, zum Tag des offenen Denkmals, ab 15:00 Uhr stündlich oder nach Bedarf Führungen durch das mittelalterliche Bergbaurevier am Birkenberg bei Bollschweil-St. Ulrich angeboten. Mit Casimir Bumiller, Christiane Leuther und Christel Bücker kann man auf dem 1,6 km langen Lehrpfad die beeindruckenden Relikte der hier vor 800 Jahren mit ihren Familien lebenden Bergleute entdecken und viele spannende Geschichten rund um den Bergbau im Mittelalter erfahren. Bei der Wanderung am Birkenberg sind neben der Ruine Birchiburg auch mehrere Stollen und Schächte des Silberbergbaus, ein tiefer schluchtartiger Verhau mit einer Radstube und die Wohnterrassen und Schmiedeplätze der Bergleute zu entdecken. Zur Stärkung werden nach der Wanderung diesmal auch Grillwurst und Getränke angeboten.

Treffpunkt: Schutzhütte beim Bergbaulehrpfad am Birkenberg. Anfahrt: Straße Bollschweil Richtung St. Ulrich K4956, nach ca. 2 km ist der Parkplatz Birkenberglehrpfad auf der linken Seite, von dort ist der Weg zum Lehrpfad und zur Schutzhütte ausgeschildert. Dauer der Führung: ca. 1 Stunde, festes Schuhwerk erforderlich. Eintritt frei!


Donnerstag, 21. September 2017, 20:00 Uhr
Vortrag im Bürgersaal der Gemeinde Bollschweil, Rathaus

Dr. Heinz Krieg, Freiburg
Das Möhlintal und die Ersterwähnung des Schwarzwalds

Am 2. April 866 (?) tauschte ein Grundbesitzer namens Toto Ackerland in Wittnau und einen Weinberg in Au gegen den Besitz des Klosters St. Gallen im Möhlintal, den die Mönche, ausgehend von einer „cella“ urbar gemacht hatten. Diese „cella“ ist die Keimzelle des späteren Klosters St. Ulrich. Für Bollschweil ist diese Urkunde von höchstem Interesse, weil darin nicht nur erstmals das heutige Gemeindegebiet am Oberlauf der Möhlin angesprochen, sondern in diesem Zusammenhang auch zum ersten Mal der Gebirgsname „Schwarzwald“ erwähnt wird.

Dr. Heinz Krieg von der Universität Freiburg, Geschäftsführer des Freundeskreises Birchiburg, wird nach dem Aussagewert der Urkunde für die Geschichte unseres Raumes fragen, das historische Umfeld ihrer Entstehung näher beleuchten und dabei auch den Blick auf das Problem der Datierung St. Galler Urkunden richten.



Mittwoch, 15. März 2017, 19.30 Uhr
Vortrag im Litschgikeller, 79189 Bad Krozingen, Basler Straße 10 – 12

Dr. Casimir Bumiller, Bollschweil
Die Birchiburg im Schlatter Wald und der mittelalterliche Silberbergbau am Birkenberg bei Bollschweil

Die Bergbaureviere am Schauinslandmassiv und am Belchen (Teufelsgrund) sind hinlänglich bekannt. Weniger bekannt ist der Silberbergbau im oberen Möhlintal bei Bollschweil, weil dieser bereits im 15. Jahrhundert zum Erliegen kam. Die archäologisch ermittelten Spuren des Reviers am Birkenberg einschließlich einem begehbaren Stollen hat der Freundeskreis Birchiburg der Öffentlichkeit 2004 in einem Lehrpfad zugänglich gemacht. Die mitten im Revier gelegene Birchiburg ist ebenfalls archäologisch untersucht, ihre oberflächig erhaltenen Mauern wurden 2016 saniert und sichtbar gemacht. Der Vortrag über das heute auf Bad Krozinger Grund gelegene Bergbaurevier führt allgemeinverständlich in den mittelalterlichen Silberbergbau im Südschwarzwald ein.


Samstag, 25. März 2017, 14.00 Uhr
Exkursion zum Bergbaurevier Birkenberg

Leitung: Dr. Casimir Bumiller & Dr. Christel Bücker
Exkursion zum mittelalterlichen Bergbaurevier Birkenberg, Bollschweil-St. Ulrich

Ein 1,6 km langer Lehrpfad vermittelt einen Eindruck von der Lebens- und Schaffenswelt der mittelalterlichen Bergleute, an dessen Ende die Ruine der Birchiburg von einer Aussichtsplattform gut zu überblicken ist.

Treffpunkt: 14.00 Uhr, Parkplatz am Birkenberg Lehrpfad in Bollschweil-St. Ulrich. Dauer: ca. 3 Stunden, festes Schuhwerk ist erforderlich. Kosten für die Führung 5.- Euro.

Anmeldung im Kulturamt Bad Krozingen, Tel.: 07633 / 407-174.