Die archäologische Forschung

 
Mutter mit Kind (Tonfigürchen)

hat in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von neuen Erkenntnissen zur mittelalterlichen Burg und zum Bergbau am Birkenberg erbracht. Im Gegensatz zu den nur sehr spärlich erhaltenen schriftlichen Zeugnissen gewähren die archäologischen Funde einen tiefen Einblick in das Alltagsleben innerhalb der Burg sowie auch in die Arbeits- und Lebenswelt der Bergleute in den umliegenden Bergwerken.

 
   
 
Bruchstück einer kunstvoll gestalteten Ofenkachel aus dem Innern der Burg ("Bischofs-Kopf")
 

So verweisen in der Burganlage aufgefundene Waffenteile auf das ritterliche Leben, qualitätvolle Maßwerkfenster auf eine hochwertige Ausgestaltung der Burgräume und kunstvoll verzierte Ofenkeramik auf die Innenausstattung der Wohnräume. Über die Analyse von Tierknochen und von an Keramikbruchstücken anhaftenden Speiseresten lassen sich Rückschlüsse auf die Ernährung der ehemaligen Bewohner ziehen.

Außerhalb der Burganlage lebten und arbeiteten die Bergleute mit ihren Familien. Auf den Halden, neben den Stolleneingängen und Schächten fand die Aufbereitung der geförderten Erze statt (Klauben und Pochen), wurden die eisernen Werkzeuge in Schmiedewerkstätten (Bergschmieden) in Stand gesetzt und wohnten die Bergleute in einfachen Hütten und Holzhäusern.

 
mittelalterliche Keramik vom Birkenberg