Die Birchiburg |
| liegt im Zentrum des mittelalterlichen Bergbaureviers am Birkenberg. Inmitten zahlreicher heute noch sichtbarer Bergbauspuren hebt sich hier ein annähernd quadratisches Areal ab, das an drei Seiten von tiefen Gräben begrenzt wird. Bis zum Winter 1886/87 war die Lage der ehemaligen Burg im Möhlintal, die im Jahre 1291 erstmals als "manlehen ze birchiberg" und 1347 als "festi ze Birchiberg" urkundlich erwähnt wird, völlig unbekannt. Erst ein Schneebruch legte in jenem Winter Teile der verfallenen Burgmauern wieder frei. Als Burgherren werden im 14. Jh. Mitglieder der Familie Snewlin aus Bollschweil genannt. Die Birchiburg wurde 1377/78 im Rahmen einer Strafaktion von den Freiburgern zerstört |
"Die verschollene Burg Birchiberg"
(phantasievolle Rekonstruktionszeichnung von F. Hoch 1887)
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Bei den Ausgrabungen
freigelegte Mauerreste der Birchiburg (Turm)
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Blick von Süden auf den Turm
mit vorgelagerter Schildmauer
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| Von 1998 bis 2002 führte das Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Universität Freiburg mit Mitteln der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) archäologische Ausgrabungen im Burgareal durch. Dabei konnte ein Turm (Bergfried), ein Innenhof und mindestens ein Wohngebäude (Pallas) nachgewiesen werden. Die Anlage wird auf drei Seiten von einer Ringmauer umschlossen, die während der Ausgrabungen noch in einer Höhe von bis zu 5,50 m angetroffen wurde. Nach Süden hin waren die Gebäude von einer mächtigen Schildmauer gedeckt. Auf der Westseite ist ein Abortturm mit Abwasserkanal angebaut. |
Grundriss der Hauptburg nach den archäologischen Ausgrabungen (freigelegte Mauerreste in schwarz) |
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