Der mittelalterliche Bergbau auf Silber

 
Silbermünze vom Birkenberg (14. Jahrhundert)
hatte im Hochmittelalter (11. bis 13. Jh. n.Chr.) eine enorme Bedeutung, da das gesamte Geldwesen seit einer Münzreform unter Karl dem Großen (768 - 814 n.Chr.) vorrangig auf den Silbermünzen beruhte. Als Wert des Geldes galt auch nicht ein aufgeprägter Wert, wie dies beim heutigen Geld der Fall ist, sondern das Gewicht der Münze bzw. deren Silbergehalt. Der große Bedarf an Silber für die Münzherstellung führte zu einem regelrechten Silberbergbau-Boom in ganz Europa.
   
 
Spätestens seit dem 11. Jh. wurde auch im Südschwarzwald an zahlreichen Orten nach Silbererzen gegraben. In einer Urkunde aus dem Jahre 1028 überlässt Kaiser Konrad II. dem Bischof von Basel die Rechte am Silberbergbau im Breisgau. In dieser Region entwickelte sich zu dieser Zeit eine blühende Montanwirtschaft mit der Entstehung zahlreicher Bergleutesiedlungen. Im 13. und 14. Jahrhundert wurden Bergstädte wie Sulzburg, Münster und Todtnau gegründet. In den größeren Städten wie Freiburg im Breisgau oder Basel wurde das gewonnene Silber gehandelt und teilweise auch direkt zu Münzen geschlagen.  
Bergeisen vom Birkenberg
   
 
Mittelalterlicher Schlägel-und-Eisen-Stollen (Birkenberg)
 
Befahrung eines mittelalterlichen Abbaus (Birkenberg)
 
Schleifrillen von Förderseilen in einem Schacht (Birkenberg)